Glossar Energieberatung

Stand: 18.10.2026

96 Fachbegriffe rund um Energieberatung, Energieausweis, Heizung und Förderung, kurz und verständlich erklärt. Wo es passt, führt ein Link zur Leistung oder zum Thema. Fehlt ein Begriff oder bleibt eine Frage offen? Im kostenlosen Erstgespräch erklären wir es Ihnen gern.

Anlagentechnik

Anlagentechnik umfasst alle technischen Anlagen eines Gebäudes für Heizung, Warmwasser und Lüftung, also zum Beispiel Wärmeerzeuger, Speicher, Rohrnetz, Pumpen und Heizflächen. Im Bedarfsausweis und im Sanierungsfahrplan wird sie zusammen mit der Gebäudehülle bewertet. Eine effiziente Anlagentechnik senkt den Energiebedarf auch dann, wenn an der Hülle noch nichts verändert wird.

Siehe auch Gebäudehülle · Bedarfsausweis

Antrag vor Vorhabenbeginn

Bei der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) muss der Förderantrag gestellt sein, bevor das Vorhaben beginnt. Was genau als Vorhabenbeginn gilt, legt das jeweilige Programm fest; Planungs- und Beratungsleistungen zählen in der Regel nicht dazu. Bei der Heizungsförderung der KfW ist vor dem Antrag ein Vertrag mit Förderbedingung erforderlich. Wer zu früh beginnt, riskiert die gesamte Förderung.

Siehe auch Vertrag mit Förderbedingung · Förderbegleitung

Aufmaß

Beim Aufmaß werden Räume, Fenster und Bauteile vor Ort vermessen, wenn keine brauchbaren Pläne vorliegen. Es ist die Grundlage für Berechnungen wie Bedarfsausweis, Heizlast oder Sanierungsfahrplan. Bei uns ist das Aufmaß bei fehlenden Grundrissen eine Zusatzleistung ab 299 € inkl. MwSt.

Zusatzleistungen und Preise

BAFA

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle fördert unter anderem die Energieberatung für Wohngebäude mit individuellem Sanierungsfahrplan sowie Einzelmaßnahmen der BEG an Gebäudehülle, bestimmter Anlagentechnik, Heizungsoptimierung und Fachplanung und Baubegleitung. Den klimafreundlichen Heizungstausch fördert dagegen die KfW. Bewilligung und Auszahlung liegen immer bei der Förderstelle.

Förderung 2026 im Überblick · Siehe auch KfW

Baubegleitung (energetische)

Bei der energetischen Baubegleitung prüft eine Fachperson an vereinbarten Kontrollpunkten, ob die Ausführung zur Planung und zu den Förderanforderungen passt, und dokumentiert das mit Fotos und Feststellungen. Sie ersetzt keine Bauleitung. Bei geeigneten BAFA-Einzelmaßnahmen werden Fachplanung und Baubegleitung mit 50 % bezuschusst, bei Ein- und Zweifamilienhäusern mit bis zu 2.500 €.

Energetische Baubegleitung · Beispiel-Protokoll

Bedarfsausweis

Der Bedarfsausweis berechnet den Energiebedarf aus Gebäudehülle und Anlagentechnik unter genormten Bedingungen, also weitgehend unabhängig vom Verhalten der Bewohner. Bis 31.12.2026 ist er Pflicht für Wohngebäude mit bis zu vier Wohnungen, deren Bauantrag vor dem 01.11.1977 gestellt wurde und die das Niveau der Wärmeschutzverordnung 1977 nicht erreichen. Ab 01.01.2027 entfällt diese Sonderregel.

Bedarfsausweis ab 549 € · Siehe auch Verbrauchsausweis

BEG (Bundesförderung für effiziente Gebäude)

Die BEG ist das zentrale Förderprogramm des Bundes für energetische Sanierungen. Sie gliedert sich in Einzelmaßnahmen (BEG EM), die Sanierung von Wohngebäuden zum Effizienzhaus (BEG WG) und Nichtwohngebäude. Seit dem 21.07.2026 gelten reformierte Förderbedingungen.

Siehe auch BEG EM · BEG WG · Förderung 2026

BEG EM (Einzelmaßnahmen)

Über die BEG EM werden einzelne Sanierungsschritte gefördert, etwa Dämmung, Fenster, bestimmte Anlagentechnik oder Heizungsoptimierung; den Heizungstausch fördert die KfW. Für Gebäudehülle und bestimmte Anlagentechnik gibt es 15 % Grundförderung, unter Voraussetzungen zusätzlich den iSFP-Bonus. Fachplanung und Baubegleitung werden mit 50 % gefördert.

Fördersätze und Voraussetzungen · Siehe auch Einzelmaßnahme

BEG WG (Wohngebäude)

Die BEG WG fördert die Sanierung eines Wohngebäudes zum Effizienzhaus, also eine Gesamtsanierung, bei der ein bestimmtes Effizienzniveau erreicht wird. Zuständig ist die KfW. Planung und Baubegleitung übernimmt dabei ein Energieeffizienz-Experte; die aktuellen Konditionen prüfen wir für das konkrete Vorhaben.

Siehe auch Effizienzhaus · Energetische Sanierungsplanung

Bestätigung nach Durchführung (BnD)

Die BnD ist der Nachweis gegenüber der KfW, dass eine geförderte Maßnahme wie beantragt umgesetzt wurde. Sie wird nach Abschluss der Arbeiten erstellt und ist Voraussetzung für die Auszahlung. Ohne vollständige Nachweise kann sich die Auszahlung verzögern oder entfallen.

Siehe auch Bestätigung zum Antrag · Förderbegleitung

Bestätigung zum Antrag (BzA)

Die BzA bestätigt vor dem KfW-Antrag, dass das geplante Vorhaben die technischen Anforderungen des Förderprogramms erfüllt. Ihre Identifikationsnummer wird im Antrag angegeben. Je nach Programm erstellt sie ein Energieeffizienz-Experte oder das Fachunternehmen.

Siehe auch KfW 458 · Förderbegleitung

Bio-Treppe

Die Bio-Treppe des Gebäudemodernisierungsgesetzes schreibt vor, dass neu eingebaute Gas- und Ölheizungen schrittweise mehr klimaneutrale Brennstoffe nutzen: mindestens 10 % ab 2029, 15 % ab 2030, 30 % ab 2035 und 60 % ab 2040. Eine neue fossile Heizung ist damit nicht verboten, ihre Betriebskosten steigen aber über die Laufzeit an.

GModG: Bio-Treppe erklärt

Blower-Door-Test

Beim Blower-Door-Test wird mit einem Gebläse in der Tür ein Über- oder Unterdruck im Gebäude erzeugt und gemessen, wie viel Luft durch Undichtheiten strömt. Das Ergebnis zeigt die Luftdichtheit der Gebäudehülle. Gleichzeitig lassen sich Leckagen gezielt aufspüren, solange sie noch zugänglich sind.

Siehe auch Luftdichtheit

Brennwerttechnik

Brennwertkessel nutzen zusätzlich die Wärme, die im Wasserdampf der Abgase steckt, indem sie den Dampf kondensieren lassen. Das funktioniert umso besser, je niedriger die Rücklauftemperatur ist. Ein hydraulischer Abgleich und passend eingestellte Systemtemperaturen helfen deshalb auch bestehenden Brennwertheizungen.

Siehe auch Rücklauftemperatur · Hydraulischer Abgleich

CO₂-Emissionen im Energieausweis

Ab dem 01.01.2027 weist der Energieausweis nach dem Gebäudemodernisierungsgesetz zusätzlich die CO₂-Emissionen des Gebäudes aus. Dazu kommen die absolute Endenergie und der Anteil erneuerbarer Energien. So lässt sich die Klimawirkung verschiedener Gebäude besser vergleichen.

Neue Regeln für Energieausweise

CO₂-Kostenaufteilung

In vermieteten Gebäuden werden die CO₂-Kosten neu eingebauter Gas- und Ölheizungen zwischen Mieter und Vermieter aufgeteilt. Für Vermieter wird der Brennstoff damit auch zum eigenen Kostenfaktor. Bei der Wahl der Heizung lohnt deshalb ein Vergleich der Betriebskosten über die gesamte Laufzeit.

GModG: Heizung

dena

Die Deutsche Energie-Agentur führt im Auftrag des Bundes die Energieeffizienz-Expertenliste. Dort sind Fachleute eingetragen, die für geförderte Energieberatungen und viele Leistungen der BEG zugelassen sind. Die Liste ist öffentlich einsehbar.

Siehe auch Energieeffizienz-Experte

DIBt-Registriernummer

Jeder neu ausgestellte Energieausweis erhält vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) eine Registriernummer. Sie wird vor der Ausstellung beantragt und auf dem Ausweis angegeben. Die Registrierung ist bei unseren Energieausweisen im Preis enthalten.

Verbrauchsausweis · Bedarfsausweis

DIN EN 12831-1

Die Norm DIN EN 12831-1 regelt, wie die Heizlast eines Gebäudes berechnet wird, zusammen mit dem nationalen Anhang für Deutschland. Sie berücksichtigt Transmissions- und Lüftungswärmeverluste jedes Raums unter Auslegungsbedingungen, insbesondere der Norm-Außentemperatur am Standort. Eine Berechnung nach dieser Norm ersetzt Schätzwerte nach Wohnfläche.

Heizlastberechnung nach DIN EN 12831

Effizienzhaus

Effizienzhaus ist ein Förderstandard für energetisch sanierte oder neu gebaute Gebäude. Die Zahl hinter dem Begriff gibt an, wie viel Primärenergie das Gebäude im Vergleich zu einem gesetzlich definierten Referenzgebäude benötigt: Ein Effizienzhaus 55 braucht 55 % davon. Je niedriger die Zahl, desto effizienter das Gebäude.

Siehe auch BEG WG · Referenzgebäude

Effizienzklasse

Die Effizienzklasse im Energieausweis ordnet ein Wohngebäude auf einer Skala von A+ (sehr effizient) bis H (wenig effizient) ein. Die Skala bleibt für Wohngebäude auch nach dem Gebäudemodernisierungsgesetz erhalten. Sie ist in Immobilienanzeigen anzugeben.

GModG im Vergleich

Einzelmaßnahme

Eine Einzelmaßnahme ist ein abgegrenzter Sanierungsschritt, zum Beispiel die Dämmung des Dachs, der Austausch der Fenster oder eine neue Heizung. Anders als bei der Sanierung zum Effizienzhaus wird nicht das ganze Gebäude auf ein Zielniveau gebracht. Wer Einzelmaßnahmen nach einem iSFP umsetzt, kann unter Voraussetzungen den iSFP-Bonus erhalten.

Siehe auch BEG EM · iSFP-Bonus

Endenergie

Endenergie ist die Energiemenge, die am Gebäude ankommt und bezahlt wird, also zum Beispiel Gas, Heizöl, Strom oder Fernwärme. Sie umfasst Heizung, Warmwasser und Hilfsenergie, aber nicht die Verluste bei Gewinnung und Transport. Ab 2027 nennt der Energieausweis zusätzlich die absolute Endenergie in MWh pro Jahr.

Siehe auch Primärenergie

Energieausweis

Der Energieausweis beschreibt die energetische Qualität eines Gebäudes und muss bei Verkauf, Vermietung, Verpachtung und Leasing vorgelegt werden, ab 2027 auch bei Vertragsverlängerungen. Es gibt ihn als Verbrauchs- oder Bedarfsausweis; er wird für zehn Jahre ausgestellt. Ab dem 01.01.2027 wird er digital ausgestellt; fehlt er bei Verkauf oder Vermietung, drohen Bußgelder bis 10.000 €.

Verbrauchsausweis ab 119 € · Bedarfsausweis ab 549 €

Energieberatung für Wohngebäude

So heißt das BAFA-Förderprogramm für eine geförderte Vor-Ort-Energieberatung mit individuellem Sanierungsfahrplan. Bezuschusst werden 50 % des förderfähigen Beratungshonorars, höchstens 650 € bei Ein- und Zweifamilienhäusern bzw. 850 € ab drei Wohneinheiten. Die Beratung muss ein gelisteter Energieeffizienz-Experte durchführen.

Energieberatung & iSFP · Förderung

Energieeffizienz-Experte (EEE)

Energieeffizienz-Experten sind Fachleute, die in der Energieeffizienz-Expertenliste des Bundes eingetragen sind, die die dena führt. Der Eintrag ist Voraussetzung für die geförderte Energieberatung mit iSFP und für viele Leistungen der BEG. Eine reine Ausstellungsberechtigung für Energieausweise genügt dafür nicht.

Offizielle Expertenliste

Energieträger

Energieträger sind die Stoffe oder Energieformen, mit denen ein Gebäude beheizt und mit Warmwasser versorgt wird, etwa Erdgas, Heizöl, Strom, Fernwärme oder Holz. Ab 2027 braucht ein Verbrauchsausweis die Verbrauchsdaten über zwei Jahre getrennt nach Energieträgern. Wer zum Beispiel mit Gas heizt und zusätzlich eine Wärmepumpe betreibt, braucht beide Verbräuche einzeln.

Verbrauchsausweis

Erneuerbare Energien

Zu den erneuerbaren Energien im Gebäude zählen unter anderem Umweltwärme über eine Wärmepumpe, Solarthermie, Photovoltaik und Biomasse. Ab 2027 weist der Energieausweis ihren Anteil an der Energieversorgung des Gebäudes aus. Die frühere 65-%-Pflicht beim Heizungstausch ist mit dem GModG entfallen.

Siehe auch GModG · Wärmepumpe

Fachplanung (energetische)

Die energetische Fachplanung legt fest, wie eine ausgewählte Maßnahme technisch umgesetzt wird: Anforderungen an Bauteile und Anlagentechnik, Details an Anschlüssen und Hinweise für Angebote. Bei geeigneten BAFA-Einzelmaßnahmen sind bei Ein- und Zweifamilienhäusern bis zu 5.000 € förderfähig, also maximal 2.500 € Zuschuss zusammen mit der Baubegleitung.

Energetische Sanierungsplanung · Siehe auch Baubegleitung

Fernwärme

Bei Fernwärme wird das Gebäude über ein Wärmenetz versorgt; die Wärme entsteht zentral in einem Heizkraftwerk oder einer anderen Anlage. Im Haus selbst gibt es dann statt eines Kessels eine Übergabestation. Ob ein Anschluss möglich und sinnvoll ist, hängt vom örtlichen Netz ab.

Siehe auch Energieträger

Förderantrag

Mit dem Förderantrag beantragen Sie bei BAFA oder KfW einen Zuschuss für ein konkretes Vorhaben. Er muss vor Vorhabenbeginn gestellt werden und benötigt je nach Programm technische Unterlagen wie TPB oder BzA. Unsere Förderbegleitung kostet 649 € inkl. MwSt. je Antrag, unabhängig von der Gebäudegröße.

Förderbegleitung BAFA/KfW · Siehe auch Antrag vor Vorhabenbeginn

Förderbegleitung

Bei der Förderbegleitung prüfen wir, welcher Förderweg passt, ob die Handwerkerangebote die technischen Anforderungen erfüllen, und erstellen die technischen Unterlagen für Antrag und Nachweis. Der Preis beträgt 649 € inkl. MwSt. je Förderantrag; jeder weitere Antrag kostet ebenfalls 649 €. Bescheid und Auszahlung erfolgen durch die Förderstelle.

Förderbegleitung BAFA/KfW

Förderfähige Kosten

Förderfähig sind nur die Kosten, die das Förderprogramm einer Maßnahme zuordnet, und das nur bis zu bestimmten Höchstgrenzen. Der Zuschuss berechnet sich als Prozentsatz dieser Kosten, nicht der gesamten Rechnung. Ein Beispiel: Für Fachplanung und Baubegleitung sind bei Ein- und Zweifamilienhäusern bis zu 5.000 € förderfähig.

Förderrahmen 2026

Gebäudeheizlast

Die Gebäudeheizlast ist die Heizleistung, die das ganze Gebäude unter Auslegungsbedingungen benötigt. Wärmeströme zwischen den Räumen werden dabei nicht mitgezählt, deshalb ist sie meist kleiner als die Summe der Raumheizlasten. Sie ist die Grundlage für die Größe des Wärmeerzeugers, etwa einer Wärmepumpe.

Beispiel-Heizlastbericht · Siehe auch Heizlast

Gebäudehülle

Die Gebäudehülle trennt den beheizten Innenraum von außen und von unbeheizten Bereichen: Außenwände, Dach oder oberste Geschossdecke, Fenster, Türen und Kellerdecke bzw. Bodenplatte. Über sie geht ein großer Teil der Wärme verloren. Maßnahmen an der Hülle werden in der BEG EM mit 15 % Grundförderung unterstützt.

Siehe auch U-Wert · Wärmedämmung

GEG (Gebäudeenergiegesetz)

Das Gebäudeenergiegesetz regelte die energetischen Anforderungen an Gebäude, Heizungen und Energieausweise. Seit dem 29.07.2026 ist es durch das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) ersetzt. Bereits ausgestellte Energieausweise bleiben bis zu ihrem Ablaufdatum gültig.

Siehe auch GModG

GModG (Gebäudemodernisierungsgesetz)

Das Gebäudemodernisierungsgesetz wurde am 28.07.2026 im Bundesgesetzblatt verkündet (BGBl. 2026 I Nr. 226) und ersetzt das GEG. Seit dem 29.07.2026 gelten die neuen Heizungsregeln: Die 65-%-Pflicht entfällt, neue Gas- und Ölheizungen unterliegen ab 2029 der Bio-Treppe. Ab dem 01.01.2027 gilt das neue Energieausweisrecht mit digitalem Ausweis und neuer Datenbasis.

GModG ausführlich erklärt

Grundförderung

Die Grundförderung ist der Fördersatz, den eine Maßnahme ohne zusätzliche Boni erhält. Für Gebäudehülle und bestimmte Anlagentechnik in der BEG EM sind das 15 %, beim klimafreundlichen Heizungstausch über die KfW 30 %. Boni, zum Beispiel der iSFP-Bonus, können unter Voraussetzungen hinzukommen.

Förderung 2026

Heizkörperauslegung

Bei der Heizkörperauslegung wird geprüft, ob die vorhandenen Heizkörper die Raumheizlast auch mit niedrigerer Vorlauftemperatur decken. Das ist vor allem vor dem Umstieg auf eine Wärmepumpe wichtig. Reicht ein Heizkörper nicht aus, kann ein größerer Heizkörper oder eine Flächenheizung die Lösung sein.

Heizlastberechnung · Siehe auch Vorlauftemperatur

Heizkurve

Die Heizkurve legt fest, wie warm das Heizwasser bei welcher Außentemperatur sein soll. Ist sie zu steil eingestellt, läuft die Heizung mit unnötig hohen Temperaturen. Nach einem hydraulischen Abgleich lässt sie sich oft flacher einstellen, was besonders Wärmepumpen zugutekommt.

Siehe auch Systemtemperaturen

Heizlast

Die Heizlast ist die Wärmeleistung in Kilowatt, die ein Raum oder Gebäude bei der Norm-Außentemperatur braucht, um die gewünschte Innentemperatur zu halten. Sie ergibt sich aus Transmissions- und Lüftungswärmeverlusten. Eine zu groß gewählte Heizung kostet mehr in der Anschaffung und arbeitet weniger effizient.

Heizlastberechnung ab 699 € · Siehe auch Raumweise Heizlastberechnung

Heizungsoptimierung

Zur Heizungsoptimierung zählen Maßnahmen, mit denen eine bestehende Heizung effizienter arbeitet, etwa der hydraulische Abgleich, neue Thermostatventile oder eine effiziente Umwälzpumpe. Sie kann in der BEG EM grundsätzlich mit 15 % gefördert werden. Ein zusätzlicher iSFP-Bonus ist nur bei erfüllten Voraussetzungen möglich.

Hydraulischer Abgleich · Förderung

Hybridheizung

Eine Hybridheizung kombiniert zwei Wärmeerzeuger, zum Beispiel eine Wärmepumpe mit einem Gas-Brennwertkessel für sehr kalte Tage. Die Steuerung entscheidet, welches Gerät gerade arbeitet. Ob sich das lohnt, hängt von Heizlast, Heizflächen und Energiepreisen ab.

Siehe auch Wärmepumpe

Hydraulischer Abgleich

Beim hydraulischen Abgleich wird berechnet und eingestellt, wie viel Heizwasser jeder Heizkörper oder Heizkreis bekommt, damit jeder Raum die benötigte Wärme erhält. Das reduziert ungleich warme Räume, Strömungsgeräusche und unnötig hohe Pumpenleistung. Grundlage für eine genaue Berechnung ist die raumweise Heizlast.

Hydraulischer Abgleich ab 399 € · Siehe auch Verfahren B

iSFP (individueller Sanierungsfahrplan)

Der individuelle Sanierungsfahrplan zeigt, welche Maßnahmen für ein Gebäude sinnvoll sind und in welcher Reihenfolge sie umgesetzt werden können, Schritt für Schritt oder als Gesamtsanierung. Er besteht aus einem Fahrplan und einer Umsetzungshilfe und wird im Rahmen der geförderten Energieberatung erstellt. Ein iSFP ist keine Pflicht zur Sanierung und ersetzt keine Fachplanung.

Energieberatung & iSFP ab 1.690 € · Beispiel-Maßnahmenübersicht

iSFP-Bonus

Wer eine Einzelmaßnahme umsetzt, die in einem iSFP empfohlen wird, kann unter Voraussetzungen einen Bonus von 5 Prozentpunkten erhalten. Seit dem 21.07.2026 setzt der Bonus mindestens 30.000 € förderfähige Kosten (brutto) in einem Antrag voraus und gilt nur für die Kosten oberhalb der Höchstkosten ohne iSFP (beim Einfamilienhaus 30.000 €). Ob sich der Bonus für Ihr Vorhaben auswirkt, prüfen wir im Einzelfall.

Siehe auch Mindestinvestitionsvolumen · Förderung

Jahresarbeitszahl (JAZ)

Die Jahresarbeitszahl gibt an, wie viel Wärme eine Wärmepumpe über ein ganzes Jahr im Verhältnis zum eingesetzten Strom liefert. Eine JAZ von 3,5 bedeutet: Aus einer Kilowattstunde Strom werden im Jahresmittel 3,5 Kilowattstunden Wärme. Niedrige Vorlauftemperaturen und eine passende Dimensionierung verbessern die JAZ.

Siehe auch Leistungszahl (COP) · Wärmepumpe

Kaufberatung (energetische)

Die energetische Kaufberatung ordnet vor dem Kauf eines Hauses oder einer Wohnung den energetischen Zustand ein, benennt erkennbare Modernisierungsthemen und grobe Kostenrahmen. So können Sie Folgekosten in Kaufentscheidung und Preisverhandlung einbeziehen. Sie ersetzt keine Bausubstanz-, Schadstoff- oder Verkehrswertprüfung.

Energetische Kaufberatung ab 449 €

KfW

Die KfW ist die Förderbank des Bundes. Im Gebäudebereich fördert sie unter anderem den klimafreundlichen Heizungstausch (Programm 458) und die Sanierung zum Effizienzhaus (BEG WG). Anträge werden in der Regel online im Kundenportal gestellt, technische Bestätigungen kommen von Fachleuten.

Siehe auch KfW 458 · BAFA

KfW 458 (Heizungsförderung)

Über das KfW-Programm 458 wird der klimafreundliche Heizungstausch in Wohngebäuden bezuschusst, zum Beispiel der Einbau einer Wärmepumpe. Seit dem 21.07.2026 beträgt die Grundförderung weiterhin 30 %; abhängig von Selbstnutzung, Einkommen und weiteren Voraussetzungen sind insgesamt bis zu 80 % möglich. Vor dem Antrag ist ein Vertrag mit Förderbedingung nötig.

Förder-Erst-Check Wärmepumpe · Förderung

Klimaneutrale Brennstoffe

Klimaneutrale Brennstoffe sind zum Beispiel Biomethan, Bioöl oder Wasserstoff. Neu eingebaute Gas- und Ölheizungen müssen nach dem GModG ab 2029 einen steigenden Anteil davon nutzen. Sie sind heute deutlich teurer als Erdgas oder Heizöl; wie sich Preise und Verfügbarkeit entwickeln, ist offen.

Siehe auch Bio-Treppe

Leistungszahl (COP)

Die Leistungszahl, englisch Coefficient of Performance (COP), beschreibt die Effizienz einer Wärmepumpe in einem bestimmten Betriebspunkt unter Prüfbedingungen. Sie ist eine Momentaufnahme. Wie effizient die Anlage im Alltag tatsächlich läuft, zeigt erst die Jahresarbeitszahl.

Siehe auch Jahresarbeitszahl

Luftdichtheit

Eine luftdichte Gebäudehülle verhindert, dass warme Raumluft unkontrolliert durch Fugen und Ritzen entweicht. Das senkt Wärmeverluste und schützt die Konstruktion vor Feuchteschäden. Nach einer Sanierung mit dichterer Hülle braucht es ein Konzept, wie ausreichend gelüftet wird.

Siehe auch Blower-Door-Test · Lüftungskonzept

Lüftungskonzept

Ein Lüftungskonzept legt fest, wie der notwendige Luftaustausch in einem Gebäude sichergestellt wird, zum Beispiel durch Fensterlüftung, Lüftungselemente oder eine Lüftungsanlage. Es wird wichtig, wenn Fenster getauscht oder die Hülle abgedichtet wird. In Deutschland wird es üblicherweise nach DIN 1946-6 erstellt.

Energetische Sanierungsplanung

Lüftungswärmeverlust

Der Lüftungswärmeverlust ist die Wärme, die mit dem Luftaustausch verloren geht, also durch Lüften und durch Undichtheiten. Er ist neben dem Transmissionswärmeverlust ein Bestandteil jeder Heizlastberechnung. Eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung kann ihn deutlich verringern.

Siehe auch Transmissionswärmeverlust

Maßnahmenpaket (im iSFP)

Im individuellen Sanierungsfahrplan werden zusammengehörige Einzelmaßnahmen zu Maßnahmenpaketen gebündelt, etwa Dachdämmung und neue Dachfenster. Die Pakete zeigen, was sinnvoll gemeinsam umgesetzt wird und in welcher Reihenfolge. So werden zum Beispiel Dämmung und Heizungsauslegung aufeinander abgestimmt.

Energieberatung & iSFP

Mehrfamilienhaus

Als Mehrfamilienhaus gilt ein Wohngebäude mit drei oder mehr Wohneinheiten. Bei der geförderten Energieberatung gilt dafür ein höherer Höchstzuschuss von 850 €. Für Mehrfamilienhäuser nennen wir in der Preisliste eigene Spannen für 3–5 Wohneinheiten; ab 6 Wohneinheiten gibt es ein individuelles Angebot.

Preise nach Wohneinheiten · Siehe auch Wohneinheit

Mindestanforderungen (technische)

Jede geförderte Maßnahme muss technische Mindestanforderungen erfüllen, zum Beispiel einen maximalen U-Wert für ein gedämmtes Bauteil oder bestimmte Effizienzwerte für eine Anlage. Sie stehen in den technischen Anforderungen des jeweiligen Programms. Wir prüfen Angebote vor der Beauftragung darauf, ob sie diese Werte einhalten.

Förderbegleitung

Mindestinvestitionsvolumen

Seit dem 21.07.2026 gibt es den iSFP-Bonus nur, wenn die förderfähigen Kosten in einem Antrag mindestens 30.000 € (brutto) erreichen. Der Bonus von 5 % gilt nur für die Kosten oberhalb der Höchstkosten ohne iSFP (beim Einfamilienhaus 30.000 €, bei zwei Wohneinheiten 45.000 €). Bei kleineren Maßnahmen wirkt sich der Bonus deshalb nicht aus.

Siehe auch iSFP-Bonus

Norm-Außentemperatur

Die Norm-Außentemperatur ist die tiefe Außentemperatur, für die eine Heizung nach DIN EN 12831-1 ausgelegt wird. Sie hängt vom Standort ab und wird für die Heizlastberechnung über die Postleitzahl bestimmt. An wenigen, sehr kalten Tagen kann die tatsächliche Temperatur darunter liegen.

Siehe auch Heizlast

Öl- und Gasheizung

Seit dem GModG dürfen Öl- und Gasheizungen wieder ohne 65-%-Pflicht eingebaut werden, die Pflichtberatung vor dem Einbau entfällt ebenfalls. Neu eingebaute Anlagen unterliegen aber ab 2029 der Bio-Treppe. In vermieteten Gebäuden werden ihre CO₂-Kosten zwischen Mieter und Vermieter aufgeteilt.

GModG: Heizung

Photovoltaik

Eine Photovoltaikanlage erzeugt aus Sonnenlicht Strom. In Kombination mit einer Wärmepumpe kann ein Teil des Heizstroms selbst erzeugt werden, vor allem in der Übergangszeit. Photovoltaik ist von Solarthermie zu unterscheiden, die Wärme statt Strom liefert.

Siehe auch Solarthermie

Primärenergie

Primärenergie umfasst zusätzlich zur Endenergie auch den Aufwand für Gewinnung, Umwandlung und Transport des Energieträgers. Sie wird über einen Primärenergiefaktor aus der Endenergie berechnet. Der Primärenergiebedarf ist eine zentrale Kennzahl im Bedarfsausweis und beim Effizienzhaus.

Siehe auch Primärenergiefaktor · Endenergie

Primärenergiefaktor

Der Primärenergiefaktor gibt an, wie viel Primärenergie für eine Kilowattstunde Endenergie eines Energieträgers aufgewendet wird. Fossile Energieträger haben einen höheren Faktor als erneuerbare. Deshalb kann ein Gebäude mit gleicher Endenergie je nach Heizung sehr unterschiedlich bewertet werden.

Siehe auch Primärenergie

Pufferspeicher

Ein Pufferspeicher ist ein Wassertank, der Heizwärme zwischenspeichert. Er kann Taktung und Laufzeiten eines Wärmeerzeugers ausgleichen und ist bei Holz- oder Solaranlagen üblich. Bei Wärmepumpen hängt es vom System ab, ob ein Puffer nötig oder sinnvoll ist; ein unnötiger Speicher verursacht zusätzliche Verluste.

Siehe auch Wärmepumpe

Raumweise Heizlastberechnung

Bei der raumweisen Heizlastberechnung wird für jeden Raum einzeln ermittelt, wie viel Wärme er braucht, und daraus die Gebäudeheizlast abgeleitet. Sie ist genauer als eine Schätzung nach Wohnfläche und die Grundlage für Wärmepumpe, Heizflächen und hydraulischen Abgleich. Das Ergebnis ist ein Heizlastbericht mit Randbedingungen und Annahmen.

Heizlastberechnung · Beispiel-Heizlastbericht

Referenzgebäude

Das Referenzgebäude ist ein gedachtes Vergleichsgebäude mit gleicher Geometrie und Nutzung, aber gesetzlich festgelegten Bauteil- und Anlagenqualitäten. An ihm wird gemessen, wie effizient ein reales Gebäude ist. Die Effizienzhaus-Stufen beziehen sich auf seinen Primärenergiebedarf.

Siehe auch Effizienzhaus

Rücklauftemperatur

Die Rücklauftemperatur ist die Temperatur des Heizwassers, wenn es aus den Heizkörpern zum Wärmeerzeuger zurückfließt. Eine niedrige Rücklauftemperatur ist für Brennwertkessel und Wärmepumpen günstig. Ein fehlender hydraulischer Abgleich führt oft zu unnötig hohen Rücklauftemperaturen.

Siehe auch Vorlauftemperatur

Sanierungsfahrplan

Ein Sanierungsfahrplan ordnet die Modernisierung eines Gebäudes in sinnvolle Schritte über mehrere Jahre. Die geförderte Form ist der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) nach den Vorgaben des BAFA. Er hilft, Maßnahmen so zu kombinieren, dass spätere Schritte nicht verbaut werden.

Siehe auch iSFP · Energieberatung & iSFP

Sanierungsplanung (energetische)

Die energetische Sanierungsplanung übersetzt die Empfehlung aus Beratung oder iSFP in konkrete technische Vorgaben für eine ausgewählte Maßnahme. Sie definiert Zielqualität, Anforderungen an Bauteile und Anlagentechnik und die Schnittstellen zwischen den Gewerken. Architektur-, Statik- oder Genehmigungsplanung gehören nicht dazu.

Energetische Sanierungsplanung ab 1.490 €

SHK-Fachbetrieb

SHK steht für Sanitär, Heizung und Klima. Ein SHK-Fachbetrieb installiert und wartet Heizungsanlagen und setzt zum Beispiel die Einstellwerte eines hydraulischen Abgleichs an den Ventilen um. Berechnung und Ausführung sind getrennte Leistungen: Wir berechnen, der Fachbetrieb führt aus.

Hydraulischer Abgleich

Solarthermie

Eine Solarthermieanlage erwärmt mit Sonnenkollektoren Wasser für Warmwasser und gegebenenfalls zur Heizungsunterstützung. Die Wärme wird meist in einem Speicher vorgehalten. Anders als Photovoltaik erzeugt sie keinen Strom.

Siehe auch Photovoltaik

Systemtemperaturen

Mit Systemtemperaturen sind Vorlauf- und Rücklauftemperatur eines Heizsystems unter Auslegungsbedingungen gemeint. Je niedriger sie sind, desto effizienter arbeiten Wärmepumpen und Brennwertkessel. Ob ein Gebäude mit niedrigen Systemtemperaturen auskommt, zeigen Heizlastberechnung und Heizkörperauslegung.

Siehe auch Vorlauftemperatur · Heizkörperauslegung

Technische Projektbeschreibung (TPB)

Die TPB erstellt ein Energieeffizienz-Experte bei BAFA-Einzelmaßnahmen, an denen er beteiligt ist, vor der Antragstellung. Sie beschreibt das Vorhaben und bestätigt, dass es die technischen Mindestanforderungen erfüllt; ihre Nummer gehört in den Antrag. Nach der Umsetzung folgt der technische Projektnachweis.

Siehe auch Technischer Projektnachweis · Förderbegleitung

Technischer Projektnachweis (TPN)

Mit dem TPN wird gegenüber dem BAFA nach Abschluss der Maßnahme bestätigt, dass sie wie geplant und förderfähig umgesetzt wurde. Er ist Teil des Verwendungsnachweises und Voraussetzung für die Auszahlung. Für einen belastbaren Nachweis sollten energetisch wichtige Details während der Ausführung dokumentiert werden.

Siehe auch Baubegleitung

Thermostatventil

Ein Thermostatventil regelt die Wärmeabgabe eines Heizkörpers nach der eingestellten Raumtemperatur. Voreinstellbare Ventile begrenzen zusätzlich den maximalen Durchfluss, was für den hydraulischen Abgleich nötig ist. Ältere Ventile ohne Voreinstellung müssen dafür gegebenenfalls getauscht werden.

Siehe auch Voreinstellwert

Transmissionswärmeverlust

Transmissionswärmeverlust ist die Wärme, die durch die Bauteile der Gebäudehülle nach außen oder in unbeheizte Bereiche abfließt, also durch Wände, Fenster, Dach und Boden. Er hängt von Fläche und U-Wert der Bauteile und vom Temperaturunterschied ab. Dämmung und bessere Fenster verringern ihn.

Siehe auch U-Wert · Lüftungswärmeverlust

Umsetzungshilfe

Die Umsetzungshilfe ist Teil des individuellen Sanierungsfahrplans. Sie beschreibt die empfohlenen Maßnahmen genauer, mit technischen Hinweisen, groben Kosten und Hinweisen zur Förderung. Sie ist eine Orientierung für Angebote, aber keine ausführungsreife Planung.

Siehe auch iSFP

U-Wert

Der U-Wert, auch Wärmedurchgangskoeffizient, gibt an, wie viel Wärme durch einen Quadratmeter eines Bauteils bei einem Kelvin Temperaturunterschied fließt, in W/(m²K). Je kleiner der U-Wert, desto besser dämmt das Bauteil. Förderprogramme verlangen für gedämmte Bauteile bestimmte Höchstwerte.

Siehe auch Mindestanforderungen · Transmissionswärmeverlust

Verbrauchsausweis

Der Verbrauchsausweis wird aus dem tatsächlichen, witterungsbereinigten Energieverbrauch der letzten Jahre erstellt und hängt daher auch vom Nutzerverhalten ab. Bis 31.12.2026 braucht er Abrechnungen über mindestens 36 zusammenhängende Monate, ab 01.01.2027 Daten über zwei Jahre getrennt nach Energieträgern. Mit dem GModG wird er für mehr Häuser wählbar.

Verbrauchsausweis ab 119 € · Siehe auch Bedarfsausweis

Verfahren A (hydraulischer Abgleich)

Verfahren A ist das vereinfachte Verfahren für den hydraulischen Abgleich. Die Heizlast der Räume wird dabei nur näherungsweise, etwa über Wohnfläche und Baualtersklasse, abgeschätzt. Es ist weniger genau als Verfahren B und reicht für viele Förderfälle nicht aus; welche Anforderung gilt, prüfen wir im Einzelfall.

Siehe auch Verfahren B

Verfahren B (hydraulischer Abgleich)

Beim Verfahren B beruht der hydraulische Abgleich auf einer raumweisen Heizlastberechnung. Daraus werden Volumenströme und Voreinstellwerte für jeden Heizkörper bzw. Heizkreis berechnet. Es ist das genauere Verfahren und bei uns Standard.

Hydraulischer Abgleich nach Verfahren B

Vertrag mit Förderbedingung

Ein Liefer- oder Leistungsvertrag mit Förderbedingung wird nur wirksam (aufschiebende Bedingung) oder entfällt (auflösende Bedingung), je nachdem, ob die Förderung bewilligt wird. Bei der Heizungsförderung ist ein solcher Vertrag vor dem Antrag erforderlich. Antrag, Beauftragung und Maßnahmenbeginn müssen deshalb aufeinander abgestimmt sein.

Förderung: Reihenfolge klären

Volumenstrom

Der Volumenstrom gibt an, wie viel Heizwasser pro Zeit durch einen Heizkörper oder Heizkreis fließt, zum Beispiel in Litern pro Stunde. Er ergibt sich aus der benötigten Wärmeleistung und der Temperaturspreizung zwischen Vor- und Rücklauf. Beim hydraulischen Abgleich wird er für jeden Heizkörper berechnet.

Siehe auch Hydraulischer Abgleich

Voreinstellwert

Der Voreinstellwert ist die Stufe, auf die ein voreinstellbares Thermostatventil eingestellt wird, damit der berechnete Volumenstrom fließt. Wir berechnen die Werte und übergeben sie dokumentiert an den SHK-Fachbetrieb. Die Einstellung vor Ort übernimmt der Fachbetrieb.

Hydraulischer Abgleich

Vorlauftemperatur

Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur des Heizwassers, das vom Wärmeerzeuger zu den Heizkörpern fließt. Wärmepumpen arbeiten umso effizienter, je niedriger sie ist. Wie weit sie sich senken lässt, hängt von Heizlast, Heizflächen und hydraulischem Abgleich ab.

Siehe auch Heizkörperauslegung · Jahresarbeitszahl

Vor-Ort-Termin

Beim Vor-Ort-Termin nehmen wir das Gebäude auf: Bauteile, Heizung, Fenster, Dach und Keller sowie fehlende Daten. Ob ein Termin nötig ist, hängt von der Leistung ab; beim iSFP ist die Begehung enthalten, beim Verbrauchsausweis in der Regel nicht nötig. Ein zusätzlicher Vor-Ort-Termin kostet 249 € inkl. MwSt.

Erste Schritte · Zusatzleistungen

Wärmebrücke

Eine Wärmebrücke ist eine Stelle der Gebäudehülle, an der mehr Wärme verloren geht als in der Fläche, etwa an Balkonplatten, Fensteranschlüssen oder Rollladenkästen. Dort ist die Innenoberfläche kälter, wodurch sich Feuchtigkeit und Schimmel bilden können. Eine sorgfältige Planung der Anschlüsse vermeidet neue Wärmebrücken bei der Sanierung.

Energetische Sanierungsplanung

Wärmedämmung

Wärmedämmung verringert den Wärmeverlust durch Bauteile wie Außenwand, Dach, oberste Geschossdecke oder Kellerdecke. Entscheidend sind Dämmstoff, Dicke und eine saubere Ausführung der Anschlüsse. Dämmmaßnahmen an der Gebäudehülle können über die BEG EM gefördert werden.

Siehe auch U-Wert · Wärmebrücke

Wärmeerzeuger

Der Wärmeerzeuger ist das Gerät, das die Heizwärme bereitstellt, zum Beispiel Wärmepumpe, Gas- oder Ölkessel, Pelletkessel oder Fernwärmeübergabestation. Seine Größe sollte sich an der berechneten Gebäudeheizlast orientieren. Ein überdimensionierter Wärmeerzeuger taktet häufiger und arbeitet weniger effizient.

Siehe auch Gebäudeheizlast

Wärmepumpe

Eine Wärmepumpe nutzt Umweltwärme aus Luft, Erdreich oder Grundwasser und hebt sie mit Strom auf Heiztemperatur. Sie arbeitet besonders effizient bei niedrigen Vorlauftemperaturen. Grundlage für eine passende Auslegung sind eine raumweise Heizlastberechnung und ein hydraulischer Abgleich; gefördert wird der Einbau über die KfW (Programm 458).

Förder-Erst-Check Wärmepumpe · Heizlastberechnung

Wärmeschutzverordnung 1977

Die Wärmeschutzverordnung von 1977 war die erste bundesweite Vorgabe für den Wärmeschutz von Gebäuden. Bis 31.12.2026 entscheidet ihr Niveau mit darüber, ob ältere Wohngebäude mit bis zu vier Wohnungen einen Bedarfsausweis brauchen. Ab 01.01.2027 entfällt diese Sonderregel.

Bedarfsausweis

WEG (Wohnungseigentümergemeinschaft)

Eine Wohnungseigentümergemeinschaft besteht aus allen Eigentümern eines Hauses mit Eigentumswohnungen. Maßnahmen am Gemeinschaftseigentum, etwa an Fassade oder Heizung, beschließt die WEG gemeinsam. Für die Vorstellung des iSFP in einer WEG kommen bei der BAFA-Förderung bis zu 250 € hinzu.

Förderung · Siehe auch Wohneinheit

Witterungsbereinigung

Bei der Witterungsbereinigung wird der gemessene Heizenergieverbrauch auf ein durchschnittliches Klima umgerechnet. So wird ein besonders kalter oder milder Winter nicht als bessere oder schlechtere Gebäudequalität missverstanden. Sie ist Teil jedes Verbrauchsausweises und bei uns im Preis enthalten.

Verbrauchsausweis

Wohneinheit

Eine Wohneinheit ist eine abgeschlossene Wohnung, in der Regel mit eigenem Zugang, Küche und Bad. Die Zahl der Wohneinheiten bestimmt, ob ein Gebäude als Ein-, Zwei- oder Mehrfamilienhaus gilt. Danach richten sich Förderhöchstbeträge und unsere Preisstufen: 1–2, 3–5 und ab 6 Wohneinheiten.

Preise nach Wohneinheiten

Zuschuss

Ein Zuschuss ist eine Förderung, die nicht zurückgezahlt werden muss. BAFA und KfW zahlen ihn in der Regel nach Abschluss der Maßnahme und Prüfung der Nachweise aus. Wie hoch er ausfällt, richtet sich nach Fördersatz, Boni und förderfähigen Kosten; eine Förderung kann nicht garantiert werden.

Förderung 2026 · Förder-Erst-Check